Azoren – ein Wanderparadies und noch mehr!

Allgemeines zu unserem Trip

Im September 2019 waren die Azoren unser Reiseziel, aber dieses Mal ohne Fahrräder, nur per Pedes und Auto war angesagt. Wir hatten uns folgende Sequenz zusammengestellt:

3-4 Tage verweilten wir auf den einzelnen Inseln, und die Reise war vom Veranstalter seabreeze wirklich klasse vorgeplant worden. Die Unterkünfte waren stimmig, die Trips zwischen den Inseln inkl. Autoausleihe klappten ohne Probleme, alles perfekt vorbereitet und durchorganisiert. Und dann waren da noch vielen schönen Begegnungen mit dieser einmaligen Insellandschaft, dem guten Essen und dem Meer und der wunderschönen Küstenlandschaft, die diesen Urlaub für uns eine super Sache werden lassen sollten. Okay, der Wettergott war uns auch noch hold, so dass nur wenige Regentropfen uns erwischten; auch wenn der 1. Tag etwas feucht war. Aber die Temperaturen waren optimal, immer so zwischen 20 bis 25 Grad, und es kühlte abends nicht stark ab, so dass man gerne auch mal draußen saß. Und das Meer war viel wärmer als wir erwartet hatten; gefühlt so um die 22-24 Grad. Diese so nicht erwarteten sehr schönen Sandstrände und die einmalig angelegten Meeresschwimmbecken, dort wo die Küste rauer war, ließen uns oft ins Wasser hüpfen:

Danach war der Hunger am Abend immer recht groß, und auch hier enttäuschte uns die Insel nicht. Das Essen war schmackhaft, und immer frisch zubereitet, und vom Preis günstiger als bei uns (2 Hauptgänge & 2 Bier 0,4l oder Wein 0,5l um die 30.-€):

Unsere Lieblingsrestaurants waren in
Sao Miguel:
Restaurant O Pescador, in Rabo de Peixe
Faial:
Restaurant Petiska Aki, in Castelo Branco
Pico:
Restaurant O Ancoradouro, an der Küste in Madalena, Avenida Padre Nunes da Rosa
Restaurant Tasca “O Petisca”, in Madalena, Avenida Padre Nunes da Rosa
Terceira:
Restaurant Beira Mar São Mateus, am Hafen von Sao Mateus da Calheta, Canada do Porto

Aber auch die kurze Zwischenmahlzeit im Restaurant/Bar an der Ecke hat überall gemundet…

Ich denke, die Bilder auf dieser Seite sprechen für sich; Azoren lohnen, ohne jeden Zweifel, auch wenn die Anreise aus Deutschland mit 2 mal 2,5h Flugzeit verbunden ist. Das Schöne auf den Eilanden ist, dass sie ihren Ursprung bewahrt haben, und der Tourismus eine Randerscheinung ist.

Anreise

Wir flogen ab Zürich über Lissabon weiter auf die Insel Sao Miguel, landeten auf dem Inselflughafen unweit von der Hauptstadt Ponto Delgado. Von dort war es dann noch 25min Autofahrt, bis zum ersten Hotel. Auf Sao Miguel waren wir im Hotel Vale Do Navio , östlich von Capelas, untergebracht. Ein zentraler Ausgangspunkt für die Besichtigung der Insel, die landschaftlich einiges zu bieten hat. 

Blick auf Lissabon

 

Flughafen Sao Miguel

 

Sao Miguel

Die größte Insel der Azoren, aber auch sie hat sehr viel Scharm:

Auch der Hauptort, Ponta Delgado, lohnt sich für einen Besuch. Vulkanischen Ursprungs, wie die gesamten Azoren, findet man hier auch heisse Quellen für das Kurzbad, und die typischen Kraterseen, die zu einer Rundwanderung einladen. 

Wanderung Lagoa Azul (im Nordosten der Insel)
Die erste Wanderung war die letzte, bei der wir mal die Regenklamotten überwarfen, aber dennoch sehr grün und schön. Auch wenn die ersten 2 KM aufgrund des dichten Pflanzenbewuchs keine Blicke auf den Lagao Azul zu ließen, machten jene schön viel Spaß.

 

Wanderung Lagoa do Fogo (in der Inselmitte)
Dort muss man gewesen sein, es ist ein erstes Wander-Blicke-Highlight.

 

Wanderung Lomba da Fazenda (im Nordwesten der Insel)
Wir parkten in Lomba da Fazenda, und wanderten dann zur Küste, und weiter zum wunderschön gelegenen und mächtigen Meeresschwimmbeckenanlage Boca da Ribeira. Eine sehr abwechslungsreiche und einfache Wanderung. 

 

Faial

Die Flug von Sao Miguel nach Faial dauerte knapp 1 h. Die kommenden Tage waren im Quinta da Meia Eira; eine wunderschöne kleine Hotelanlage, ein ehemaliger Gutshof, ca. 4km vom Flughafen entfernt, im Südwesten gelegen. Auch unsere zweite Azoreninsel war einfach nur schön:

Ein Abstecher nach Horta, der Inselhauptstadt lohnt sich auf jeden Fall; ein verträumtes Fischer- und Seglerstädtchen; für die Segler, als einziger Stop bei ihrer Atlantikdurchquerung.  4km nordlich von Horta befindet sich der lange schwarze Sandstrand Praia de Alomxarife, von dem man einen klasse Blick auf den Berg Pico hat.

Lohnenswert ist die Rundwanderung zum Vulcao dos Capelinhos; einmalige Blicke und abwechslungsreiche Natur wird hier geboten.

 

Die Rundwanderung Caldeira Do Faial ist Pflichtprogramm auf Faial. Wir hatte das große Glück, dass es abends aufriss, und wir uns noch kurz entschlossen, die kurze Tour ins Programm einzubauen. Und es wahr eine Wucht, Rundblick über die gesamte Insel, und dann kam auch noch der Pico raus; der Berg der Nachbarinsel. die nachdem  gleichnamigen 2351 m hohen Vulkan Ponta do Pico benannt ist, dem auf der Insel gelegenen höchsten Berg Portugals. 

 

Pico

Die dritte Insel, Pico, war nur ein Steinwurf entfernt; die knapp 4km wurden mit der Fähre überwunden. Mit Joe’s Place Guesthouse hatten wir wieder ein sehr schöne Übernachtungsmöglichkeit von seebreeze vermittelt bekommen. Natürlich ist die Insel von ihrem gleichnamigen Berg und der umgebenden Hochfläche geprägt. Die anstregende Wanderung hoch zum Pico, die nur mit einem gebuchten Führer wohl machbar ist, ließen wir ausfallen, da an diesem zwei Tagen das Wetter sehr wechselhaft vorhergesagt war, und der Pico immer wieder im Nebel der Wolken verschwand. Wir erkundeten die Insel per Auto, und machten einige Stopps, und kurze Touren per Pedes durch die Pico Natur.

Die Abreise mit dem Flieger von dort gestaltete sich sehr spannend, da man bereits auf die Ankunft des Hurrikans „Lorenzo“ wartete; aber wir hatten Glück, als unser Mittagsflieger abhob, war sogar noch blauer Himmel am Horizont zu sehen.

Terceira

Der letzte Inselstop war auf Terceira, wo wir im Hotel Beira Mar, direkt am Meer gelegen, die stürmische Lorenzo Nacht verbrachten. Da schöne Städtchen Angra do Heroismo wartete auf den Hurrikan „Lorenzo“, der die Insel im Gegensatz zu Pico so gegen Mitternacht bereits abgeschwächt traf. Am nächsten Morgen, bei Sonne, war das Meer noch immer sehr unruhig. Die Wellen hatten an den Flachstränden noch gut 5m Höhe, und die Fischerboote blieben deshalb heute im Hafen. 

Wanderung Miraduoro de Algagoa (im Norden)
Schöne Küstenwanderung zur Miradouro de Alagoa. Der letzte KM geht leider einer Strasse entlang, aber was vorher passiert und zu sehen ist, ist diese kurze Wanderung wert!

 

Wanderung Guto do Natal (in der Inselmitte)
In der Inselmitte führt diese Rundwanderung durch die typische Azorenlandschaft, mit schöne Ausblicken auf das Umland. Ein Teil des Weges, ca 1km, ist ein schmaler Pfad, bei dem auch mal etwas Gekrakselt werden muß. 

 

Lisboa

Wir schlossen 14 tägige Rundreise noch 3 Übernachtungen in Lissabon an. Auch dies war eine sehr gute Entscheidung. Lissabon hat uns sehr gut gefallen,  lebendig, alt, und sehenswert. Unser Weg durch Lissabon führt uns in das Kunstmuseum für Gegenwartskunst, zum berühmten Oceanário de Lisboa, auf das ehemalige Expo-Gelände, und was zu Fuß machbar war, kreuz und quer durch die Innenstadt.

Zum Schluss nochmals ein fettes Dankeschön an unseren Veranstalter seabreeze; für uns war es ein Klasse Urlaub. Der Rahmen wurde von Euch klasse gesetzt. Die Unterkünfte stimmten, das Reisen zwischen den Inseln klappte ohne Probleme, und dennoch war alles sehr individuell gestaltbar, was man auch den jeweiligen Inseln dann anstellte. Wir kommen zurück, keine Frage, für die restlichen Azoreninseln, und dann zurück über Porto, soll ja auch sehr schön sein….

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